Persuasive Kommunikation

Medienpsychologen gehen davon aus, dass wenn ein Rezipient sich nur in geringem Maße für die Thematik der vermittelten Botschaft interessiert und ihr deshalb nur wenig Aufmerksamkeit entgegenbringt, trotzdem auf Umwegen eine Einstellung entwickelt.

Beeinflussung von Einstellungen und Verhalten durch gezielte Kommunikation

Grund hierfür sind positive äußere Reize, die für den Informationsgehalt zwar keine Rolle spielen für den Rezipienten jedoch von größerer Bedeutung sind. Die in der Medienpsychologie bezeichneten Hinweisreize kann ein Redner bei seinen Zuhörern auslösen. Indem er zum Beispiel mit der gleichen Wertvorstellung argumentiert, die Empfänger teilen, emotional argumentiert und auf diesem Weg einen wunden Punkt beim Zuhörer trifft oder mit einer besonders unterhaltsamen Vortragsweise glänzt.[9]  Dies bedeutet dass Einstellungen auch von situativen und persönlichen Eigenschaften abhängen. Fakt ist, dass Vortragende nicht nur in der Antike, sondern auch heute Vorarbeit in den Aufbau und die Struktur einer Rede stecken, indem sie versuchen etwas zu begründen, zu berichtigen oder zu vergleichen.[10]

[9] Vgl. Six, U. / Gleich, U. / Gimmler, R. (Hg.) (2007): Kommunikationspsychologie und Medienpsychologie. Weinheim, Basel: Beltz Verlag. S.111f
 [10] Vgl. Allhoff, D. / Allhoff, W. (2010). Rhetorik & Kommunikation. Ein Lehr- und Übungsbuch. München: Reinhardt Verlag. S.87
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